Folgen

Weshalb endet die Partie bei Zeitüberschreitung Remis, obwohl ein Hilfsmatt möglich ist?

Laut FIDE-Schachregeln (Punkt 6.9) endet eine Partie bei Zeitüberschreitung mit einem Remis, falls der König des zeitüberschreitenden Spielers mit keiner legalen Zugfolge mattgesetzt werden kann. Gibt es eine Zugfolge mit Matt (Hilfsmatt), verliert der Spieler dessen Uhr abgelaufen ist.

Wir ignorieren diese Regel in der chess24-Playzone, da sie den Realitäten des Online-Schachs in unseren Augen nicht gerecht wird. Wir verhindern damit Zeitschlachten bei Materialverteilungen wie K+S vs. K+S oder K+L vs. K+L. Stattdessen hängt der Partieausgang davon ab, ob es ein forciertes Matt gibt oder nicht.

Beispiel 1 (K+S vs K+B): Die Stellung ist objektiv Remis. Daher wird die Partie mit Remis gewertet, obwohl ein Hilfsmatt möglich ist.

Beispiel 2 (K+S vs K+B): Die Stellung enthält ein Matt in 4 Zügen, daher wird die Partie bei Zeitüberschreitung des schwarzen Spielers als gewonnen für Weiß gewertet.

War dieser Beitrag hilfreich?
0 von 0 fanden dies hilfreich
Haben Sie Fragen? Anfrage einreichen

Kommentare

Powered by Zendesk